Dekarbonisierung planen, prognostizieren, umsetzen

«Dekarbonisierung» ist ein Zusatzmodul von Business

Gemäss CSRD-Richtlinie und ESRS-Standard müssen Unternehmen Klimaziele und Reduktionsstrategien für die THG-Emissionen festlegen. Dies mit dem Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

Der "Corporate Carbon Footprint" (CCF) beschreibt die gesamtbetrieblichen Treibhausgasemissionen und teilt diese in "Scopes" gemäß GHG-Protokoll auf. Der CCF bildet die Basis für die nachfolgende Dekarbonisierungsstrategie.

Die (differenzierte) Netto-Null-Strategie

Bei der Dekarbonisierung wird idealerweise eine "Netto-Null-Strategie" verfolgt. Das bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen auf Null gesenkt werden sollen. Dies ist aber nicht in allen Bereichen möglich. Während die direkten Emissionen durch Brenn- und Treibstoffe sowie die indirekten Emissionen bei der Herstellung von Strom- und Fernwärme auf Null abgesenkt werden können, ist dies bei den übrigen indirekten Emissionen (Scope 3) meist nicht möglich.

Die Netto-Null-Strategie wird deshalb meist wie folgt definiert:

  • Ziel Scope 1: Null Emissionen
  • Ziel Scope 2: Null Emissionen
  • Ziel Scope 3: Reduktion von 20–30 % je nach Scope Kategorie

Beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1) können die Emissionen beispielweise meist um 30 % reduziert werden (z. B. durch den Kauf von Recyclingmaterialien). Bei den Geschäftsreisen (Scope 3.6) ist eine grössere Reduktion möglich, wenn die Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen statt mit Auto oder Flugzeug.

3 Bausteine: Absenkpfade, Maßnahmen, Szenarien

Das Zusatzmodul für die Dekarbonisierung in der Software "ECOSPEED Business" bietet zusätzlich zum CCF alle drei benötigten Bausteine. Es können beliebige Absenkpfade definiert, Reduktionsmaßnahmen mit deren CO2-Wirkung und Kosten festgelegt sowie Szenarien für die Dekarbonisierung geplant werden.

Die für die ESRS-Berichterstattung notwendigen Kennzahlen werden automatisch bereitgestellt.

Absenkpfade

Der Pfad von den aktuellen Treibhausgasemissionen aus dem CCF hin zu einem gewünschten Zielwert in der Zukunft (z.B. Zieljahr 2040) muss definiert werden. Die Absenkung der Emissionen kann dabei linear zwischen Basis- und Zieljahr oder auch nicht-linear erfolgen, indem Zwischenziele definiert werden.

Häufig können die Emissionen mit gezielten Maßnahmen zu Beginn stärker reduziert werden, während später der Aufwand für die weitere Reduktion der Emissionen zunimmt und die Emissionen deshalb weniger stark sinken.

Am Ende soll der Absenkpfad so gewählt werden, dass die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius beschränkt wird. Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, um zu prüfen, ob der gewählte Absenkpfad ausreicht, um dieses Ziel zu erreichen. Die bekanntesten Instrumente, um 1,5-Grad-kompatible Absenkpfade zu definieren, sind:

  • Right based on science
  • Science based target initiative

Maßnahmen

Nachdem der Absenkpfad festgelegt wurde, müssen konkrete Maßnahmen definiert werden, um die Emissionen schrittweise zu senken. Der Umfang der möglichen Maßnahmen ist sehr groß. Die wichtigsten Maßnahmenbereiche sind:

  • Gebäude: z. B. Isolation Gebäudehülle, Einkauf von Grünstrom, Heizungsersatz
  • Mobilität: z. B. Elektromobilität, Geschäftsreisen, Pendlerverkehr Mitarbeiter, Transport & Logistik
  • Materialeinkauf: z. B. Recycling-Materialien, andere Werkstoffe, Reduktion der Mengen

Szenarien

Aus den definierten Absenkpfade und den vordefinierten Maßnahmen lassen sich beliebige Szenarien definieren. In diesen Szenarien können dann die Maßnahmen festgelegt, die zeitliche Umsetzung eingestellt sowie die betroffenen Standorte ausgewählt werden. Auch sind die einmaligen Kosten sowie jährliche Kosteneinsparungen abzubilden, aus denen abschliessend der "Return on Invest" berechnet wird.

Ihr Ansprechpartner

Christoph Hartmann

Geschäftsführer

ECOSPEED AG

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