ECOSPEED AG
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CH-8304 Wallisellen bei Zürich
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Porsche eBike

CO2-Fußabdruck von E-Bike-Antrieben – 
aufs Gramm genau berechnet.

Mit kompakten und leichten Antrieben für E-Bikes hat das Startup Fazua eine echte Marktlücke aufgetan. Rund 40 Fahrradhersteller setzen den „Ride 50“ bereits ein. Wie aber steht es um den CO2-Fußabdruck bei der Produktion des Ride 50? Das können die Firmengründer aufs Gramm genau beantworten – dank der ECOSPEED Software.

Ein Radfahrer bringt etwa 16 Nm auf, wenn er in die Peda-
le tritt. Die Antriebe von marktüblichen E-Bikes leisten et-
wa das Fünffache, und sie sind entsprechend klobig und schwer. Die Gründer von Fazua sind 2013 mit der Idee angetreten, nicht etwa die Leistungsspirale weiter nach oben zu treiben, sondern einen Fahrradantrieb zu entwickeln, der kompakt, leicht und abnehmbar ist. Co-Gründer Fabian Reuter: „Damit sprechen wir die Zielgruppe der Radler an, die sich mit dem E-Bike auch aktiv bewegen wollen.“

„Damit sprechen wir die Zielgruppe der Radler an, die sich mit dem E-Bike auch aktiv bewegen wollen.“

Fabian Reuter, Co-Gründer von Fazua

Pionier des Light-E-Bikes

Das Ergebnis, der Kompaktantrieb Ride 50 mit einem Drehmo-
ment von 50 Nm, schien zunächst eher ein Nischenprodukt zu
sein. Aber inzwischen bauen rund 40 Fahrradhersteller – dar-
unter renommierte Marken wie Riese & Müller und Canyon –
die Fazua-Antriebe in mehr als 100 Modelle ein. Und neben dem
Light-assist-Antrieb Ride 50 bietet das Unternehmen jetzt auch
den (nicht entnehmbaren) Mid-assist-Motor Ride 60 mit 60 Nm
Drehmoment an.

Das Konzept des abnehmbaren, nur 4,3 kg schweren An-
triebs (mit Batteriepack) hat den Charme, dass der Anwender
letztlich zwei Fahrräder in einem besitzt und auch mit eingebau-
tem E-Antrieb gut und dynamisch mit eigener Kraft unterwegs
sein kann. Das kommt prima an – bei Fahrradfahrern und auch
bei Investoren: 2022 hat Porsche Fazua übernommen.

Für die Fahrradbranche nicht selbstverständlich ist die Tat-
sache, dass Fazua die Antriebe erstens im eigenen Haus und
zweitens in Deutschland, genauer in Ottobrunn bei München,
montiert. Die Fabrik ist aktuell für eine Kapazität von 100.000
Antrieben pro Jahr ausgelegt und wird kontinuierlich erweitert.
Das ist im Vergleich zu den Marktführern wie Bosch oder Shi-
mano vielleicht nicht sehr viel, aber Fazua hat ehrgeizige Pläne.

Fabian Reuter: „Unser Ziel ist ein kontinuierliches und signifi-
kantes jährliches Wachstum.“
Das ist mit Sicherheit realistisch:
Mittlerweile arbeiten bei dem Unternehmen, das im August
2022 in Porsche eBike Performance GmbH umbenannt wurde,
mehr als 150 Mitarbeiter. 2016 waren es erst zehn.

Carbon Footprint im Fokus

Schon bei der Entwicklung haben die Fazua-Gründer großen
Wert auf die Nachhaltigkeit des Antriebs gelegt, und für die Se-
rienproduktion gilt das erst recht: „Das Thema steht bei uns
ganz oben auf der Agenda. Schließlich sind unsere Kunden ebenso umweltbewusst wie wir. Der Carbon Footprint ist da
ebenso entscheidend wie Leistung, Fahrdynamik, Preis und so-
ziale Aspekte. Deshalb wollen wir die Lieferkette offenlegen und
den CO2-Verbrauch sehr genau benennen, der für die Produk-
tion eines einzelnen Antriebs aufgewendet wird – bei uns und
bei unseren Zulieferern. Das gibt uns auch die Möglichkeit, den
CO2-Fußabdruck bei zukünftigen Antriebsgenerationen zu ver-
bessern.“

Nun ist die Ermittlung des produktbezogenen CO2-Ver-
brauchs eine komplexe Angelegenheit. Um dieser Aufgabe mit
vertretbarem Aufwand Herr zu werden, hat sich Fazua ent-
schlossen, die von der Schweizer ECOSPEED entwickelte Software
ECOSPEED Scout zu nutzen. Sie erlaubt die ganzheitliche Umwelt-
bewertung von Produkten, Prozessen und Standorten und be-
rücksichtigt dabei die nationalen behördlichen Umweltziele und
Vorgaben aller EU-Länder sowie der Schweiz.

Klare Zahlen schwarz auf weiß

Die Software enthält über 19.000 Materialien, Prozesse, Trans-
portarten, Energieträger und Abfallsorten aus der Ecoin-
vent-Datenbank. Der Umgang mit ECOSPEED Scout ist ganz ein-
fach: Der User wählt per Textsuche das passende Material aus
der Datenbank aus und gibt die im Produkt verbaute Menge an.
Ebenso angegeben werden die Be- und Verarbeitungsprozesse,
die dabei genutzten Energieträger und die Transportarten. Ein
selbstlernender Suchalgorithmus mit KI-Funktion erleichtert
die Zusammenstellung der Daten.

Auf der Basis der eingegebenen produktbezogenen Daten
werden sofort die entsprechenden Treibhausgas-Emissionen 
berechnet und ausgegeben. Durch Addition der angegebenen
Werte lässt sich der CO2-Footprint eines gesamten Moduls, Systems oder Produkts – zum Beispiel eines E-Bike-Antriebs – objektiv und nachvollziehbar ermitteln. Per Tastendruck kann der
User ein Produktdatenblatt erstellen, das alle wichtigen Infor-
mationen enthält. Dieses kann zum Beispiel an interessierte
Kunden ausgehändigt werden.

Werkzeug für gezielte Senkung
der CO2-Emissionen

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit der Software ist aus Sicht von
Porsche eBike Performance bei Neu- und Weiterentwicklungen
interessant. Entwicklungsingenieurin Linda Reuter: „Wir nutzen
die Software im Innovationsprozess, um verschiedene Konzepte
besser beurteilen zu können. Der berechnete Product Carbon
Footprint sowie sozial relevante und andere ökologische Aspek-
te fließen dann in unseren Entscheidungsprozess mit ein.“

Außerdem kann der Anwender die Kennzahlen des Pro-
duct Carbon Footprint (PCF) für die permanente Verbesse-
rung der Öko-Bilanz nutzen. Fabian Reuter: „Als ersten Schritt
haben wir die Software genutzt, um unseren Status quo festzu-
halten. Alle zukünftigen Systeme dürfen auf keinen Fall einen
größeren negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Wir haben
bei der Bestandsaufnahme gut gesehen, bei welchen Komponenten wir die größten Hebel haben. Hier wollen wir ansetzen. 

Die Funktion, verschiedene Produkte zu strukturieren, zu ko-
pieren und abzuändern, ermöglicht eine gute Vergleichbarkeit
von Varianten. Daraus leiten wir Maßnahmen zur weiteren Re-
duktion der Emissionen ab und setzen uns klare Ziele im Hin-
blick auf die CO2-Emissionen unserer Antriebe. So werden wir
immer besser und können das mit Zahlen belegen – ohne
Greenwashing.”

Die Kennzahlen des Product Carbon Footprint können dazu genutzt werden, die Öko-Bilanz kontinuierlich zu verbessern.

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